innsbruck university press

  • After tactical media became less important, many media activist projects repositioned themselves: in the context of biopolitics they challenge the hegemony of biopower. This volume contains theoretical and empirical contributions to a conference on issues of media activism and biopolitics which has been organized by Innsbruck Media Studies in 2010. Theorists and activists describe and analyze media, whose goal is to enable resistance against regimes of biopower. The control of mobility and visibility, the biopolitics of death, the creation of virtual subjects and chimeras as well as biopolitical production are areas in which activists have intervened and gave rise to a theoretical discourse to which this volume contributes.

  • In der vorliegenden Arbeit wird erstmals explizit die Österreichische Geschichte aus französischer Perspektive beleuchtet. Dabei skizziert der Autor zunächst die relevanten Richtungen der französischen Geschichtswissenschaften, um anschließend wichtige Personen (Maria Theresia und Joseph II.) bzw. Ereignisse (Schaffung des Kaisertums Österreich/Abschaffung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, Revolution von 1848 und Ausgleich Österreich-Ungarns) zu behandeln.

  • Die Situierung des Romans Der Prozess im französischen Buchhandel entbehrt nicht einer gewissen kafkaesken Note: Bis zum heutigen Tag sind fünf unterschiedliche Versionen von Kafkas vielleicht berühmtestem Werk in französischer Sprache erhältlich. Kafka in Frankreich - die Übersetzungen und die darauf folgenden Interpretationen bieten dem Leser nicht nur ein Spektrum der Geistesströmungen in Frankreich, sondern ermöglichen es ihm auch, Kafkas Werke unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten zu betrachten. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Prozess, dessen Genese, Verbreitung und der Rezeption der verschiedenen französischen Übersetzungen. Zunächst wird der Frage nachgegangen, aus welchen Gründen Neuübersetzungen angefertigt werden. Anschließend wird auf die Entstehung und Veröffentlichung des Werks sowie auf dessen Editionen eingegangen. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit verschiedenen Interpretationsansätzen und Deutungsperspektiven bezüglich Kafkas Werks im Allgemeinen und des Romans Der Prozess im Besonderen. Anschließend folgt eine Analyse der Rezeption und Wirkung von Kafkas Werken in Frankreich, es werden die fünf französischen Übersetzer des Romans mit ihren unterschiedlichen Übersetzungsansätzen beschrieben. Überlegungen zu Kafkas Sprache und Stil sowie ein Übersetzungsvergleich runden die Arbeit ab.

  • The world today is far less a global village than a "global city", as global network of multidimensional urban spaces of congestion prominently forming - and also formed by - globalization. But the relevance of cities is nothing but new. They were essential for culture and civilization worldwide, they allowed a centralization of power and knowledge and they were crucial for the division of labor and for the organization of mass demand. Further, as places of intense and continuous interactions, cities are the locations par excellence for global history to take place. Thus, there is a need to study the history of cities in connection with the history of globalization from this perspective. This book is dedicated to contribute to the still underdeveloped but growing literature connecting the history of cities worldwide and their relation to global processes. The authors do so from various disciplinary backgrounds and by referring to different times and places. We visit ancient Alexandria, nineteenth century Zanzibar, and modern-day São Paolo, among others, and we view these cities not only in their globality, but also through their heritage, their economic relevance, their architecture, or financial flows connecting them. Further, the book also contains systematic considerations about "global city", especially the general role of cities in development, cities in global history teaching, and cities' relationships to global commodity chains.

  • Le plaidoyer de Markus Ludescher pour la « vertu démocratique » du courage civil est basé sur des textes littéraires de différentes époques et provenances géographiques, qui abordent les contextes sociaux les plus divers, tels que la France sous l'Occupation, la France postcoloniale ou le Québec des années 90. Dans une première partie philosophique et théorique, l'auteur donne un panorama historico-culturel du concept de courage civil et développe des paramètres propres à sa définition ; cette définition est adaptée dans la deuxième partie aux approches littéraires. La dernière partie est didactique, elle aborde les textes littéraires sous l'angle de la réception et de l'enseignement : il s'agit de remettre en question, dans une perspective éthique, les situations et les comportements décrits dans les textes, pour les intégrer dans l'enseignement. Cette étude, qui a reçu deux prix, est, selon une experte, un « travail extraordinaire, dépassant de loin ce qu'on peut attendre d'un mémoire de maîtrise ».

  • Comparing economic development in a regional context both in the South of the United States and in the European Union today raises many fascinating questions. How much money in the form of tax credits and subsidies should communities and states invest to attract foreign investors in the U.S.? Should individual states and communities in the U.S. commit public funds in the form of tax money and tax credits etc. to bring foreign businesses to their shores? Is the argument of bringing "jobs" and more employment home the only argument that should count politically? Or might these generous subsidies doled out to foreign businesses from public funds deprive local populations from improving their infrastructure and public education? What if these foreign investors then locate to other shores if their investments are not profitable enough in the short run? Might foreign investors come to the American South because it has never been unionized like the rest of the country? Is the attraction of the non-union South then only a means to get away from the burdens of stricter worker protection and social programs at home in Germany or Austria or elsewhere?

  • Sprachpflege, Sprachnorm und Sprachpurismus... Begriffe wie diese verbinden wir unmittelbar mit dem Französischen, das von der Renaissance ausgehend in verschiedenen Etappen - zunächst durch Sprachausbau, später durch die präskriptive Definition des bon usage - zu einer homogenen und stabilen Nationalsprache gemacht wurde. Über die Jahrhunderte hinweg hat sich die "Verteidigung der Sprache" zu einer französischen Tradition entwickelt, die insbesondere heute über die Gemeinsprache hinaus auch auf die Fachsprachen Einfluss nimmt: Durch eine staatlich koordinierte Sprachpolitik sowie das Engagement zahlreicher privater Sprachpflegeorganisationen soll im Kampf gegen die von "Sprachfreunden" verlautbarte crise du français vor allem verhindert werden, dass unerwünschte Anglizismen über die Fachkommunikation Eingang ins Französische finden. Aufgrund der Relevanz dieses Themas für die Gegenwart analysiert das vorliegende Buch nun chronologisch vom Einsetzen erster sprachpflegerischer Bemühungen im 16. Jahrhundert bis hin zu den ministeriellen Terminologiekommissionen des 21. Jahrhunderts die wichtigsten Schlüsselmomente der Sprachpflege und Sprachnormierung in Frankreich am Beispiel der Fachsprachen.

  • Wie kann Michel Foucaults Konzept der Heterotopien, der Anderen Orte, auf mediale und im Speziellen auf virtuelle Räume übertragen werden und wie könnten virtuelle oder virtualisierte Heterotopien aussehen? In welchem Verhältnis stehen Heterotopien zur Tradition utopischen Denkens? Und lassen sich insbesondere in virtualisierten Heterotopien Restbestände eines utopischen Impulses aufspüren? Diese Fragen nach dem common ground dieser speziellen (Nicht-)Orte (zones hétérotopiques, utopiques et virtuelles) sucht Zones Virtopiques auf zweifache Weise zu beantworten: Unter Bezugnahme auf kultur- und medienwissenschaftliche sowie auf sozial- und raumwissenschaftliche Theorien nähert sich der erste Teil des Buches entlang der Kategorien Realität/Virtualität und Utopie/Heterotopie dem frag-würdigen Gegenstand auf einer konzeptionellen Ebene. Der zweite Teil wendet die gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen einer Mikroanalyse medialer Dispositive auf das Medienkunstprojekt Zone*Interdite von Mathias Jud und Christoph Wachter an.

  • Der gegenwärtigen Medienlandschaft wird häufig eine Tendenz zur Offenlegung und Offenheit zugeschrieben. Social Network Sites lassen die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem verschwimmen, Plattformen wie WikiLeaks und OpenLeaks veröffentlichen geheimes Material, über Filesharing-Netzwerke und open-content-Lizenzen werden vormals proprietäre Inhalte offen zugänglich gemacht. Verflochten sind diese Entwicklungen mit auf den ersten Blick gegenläufigen Tendenzen der Eingrenzung, der Kontrolle und der Schließung. Kommunikation im Internet bindet sich immer mehr an die Vermittlung einzelner privatwirtschaftlicher Akteure wie Google oder Facebook, online wie offline ermöglichen neue Informations- und Kommunikationstechnologien immer umfassendere Formen der Überwachung, während die Weiterverwendung von Daten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Die Beiträge des vorliegenden Bandes befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten dieses komplexen Spannungsfeldes.

  • Dass das Teilen in der Gesellschaft der Gegenwart einmal eine so große Rolle spielen würde, hätte bis vor kurzem wohl kaum jemand vorausgesagt. Eine globale Protestbewegung brachte ein tiefes Bedürfnis zum Ausdruck, alternative Wege einzuschlagen, die auf anderen Werten beruhten als jene, die allem Anschein nach zur Finanzkrise geführt hatten. Gleichzeitig sind hoch entwickelte Informations- und Kommunikationstechnologien, die das Teilen erleichtern, nicht nur beinahe überall verfügbar; sie stehen auch im Zentrum des Interesses zahlreicher Menschen, die viel Zeit und Einsatz aufbringen, um mit diesen Technologien zu experimentieren und sie in die Abläufe ihres Alltagslebens eingliedern. Eine ganze Generation von medienkompetenten, radikal globalisierten Menschen wächst mit der täglichen und persönlichen Erfahrung auf, dass das Teilen von (digitalen) Gütern ein unverzichtbares Element im Aufbau gemeinschaftlicher Beziehungen verschiedenster Art ist. Heute stehen diese Erfahrungen im krassen Widerspruch zu anderen gesellschaftlichen Erfahrungen, bei denen Wettbewerb und individuelles Besitzstreben vorherrschen. Dieser Band will einen Beitrag zur kollektiven Arbeit leisten, das Teilen in der Gesellschaft neu zu denken.

  • Writing biographies (life stories) for a long time had been a male hegemonic project-writing the lives of great (white) men. Ever since Plutarch and Sueton composed their vitae of the greats of classical antiquity, to the medieval obsession with the hagiographies of holy men (and a few women) and saints, Vasari's lives of great Renaissance artists, down to the French encyclopedists, Dr. Johnson and Lytton Strachey, as well as Ranke and Droysen the genre of biographical writing ("the representation of self " or "the reconstruction of a human life") has become increasingly more refined. In the twentieth century male predominance has become contested and the (collective) lives of women, minorities and ordinary people are now the focus of biographical writing. This volume of Contemporary Austrian Studies offers a cross section of Austrian lives and biographical approaches to recent Austrian history. Here are what may be called traditional biographies of leading political figures through the twentieth century. We also suggest that the intellectual biographies (lives of the mind) of thinkers and professionals are fertile soil for biographical study. Moreover, the prosopographic study of common folks in the Austrian population lifts these lives from the dark matter of anonymous masses and gives rich insights into the lives ordinary Austrians have been leading.

  • In the past quarter century we have moved from the Cold War to the Post-Cold War era in Austria, Europe and the world at large. Yet relatively little assessment is available what the change from the Cold War to the Post-Cold War era signaled for Austria's position in the world. Austrian foreign policy went through sea changes. The country lost its exposed Cold War geopolitical location on the margins of Western Europe along the iron curtain. With the removal of the iron curtain Austria moved back into its central location in Europe and rebuilt her long-standing traditional relations with neighbors to the East and South. Austria joined the European Union in 1995 and thus further "Westernized." Its policy of neutrality-so central to its foreign policy during the Cold War-largely eroded during the past quarter century, even though pro forma and for reasons of identity, the country holds on to its neutral position. Austrian failed to join NATO and gained the reputation of a "security free rider."

  • After the dissolution of the Austro-Hungarian Monarchy, Austria transformed itself from an empire to a small Central European country. Formerly an important player in international affairs, the new republic was quickly sidelined by the European concert of powers. The enormous losses of territory and population in Austria's post-Habsburg state of existence, however, did not result in a political, economic, cultural, and intellectual black hole. The essays in the twentieth anniversary volume of Contemporary Austrian Studies argue that the small Austrian nation found its place in the global arena of the twentieth century and made a mark both on Europe and the world. Be it Freudian psychoanalysis, the "fin-de-siècle" Vienna culture of modernism, Austro-Marxist thought, or the Austrian School of Economics, Austrian hinkers and ideas were still wielding a notable impact on the world. Alongside these cultural and intellectual dimensions, Vienna remained the Austrian capital and reasserted its strong position in Central European and international business and finance. Innovative Austrian companies are operating all over the globe. This volume also examines how the globalizing world of the twentieth century has impacted Austrian demography, society, and political life. Austria's place in the contemporary world is increasingly determined by the forces of the European integration process. European Union membership brings about convergence and a regional orientation with ramifications for Austria's global role. Austria emerges in the essays of this volume as a highly globalized country with an economy, society, and political culture deeply grounded in Europe. The globalization of Austria, it appears, turns out to be in many instances an "Europeanization".

  • After the dissolution of the Austro-Hungarian Monarchy, Austria transformed itself from an empire to a small Central European country. Formerly an important player in international affairs, the new republic was quickly sidelined by the European concert of powers. The enormous losses of territory and population in Austria's post-Habsburg state of existence, however, did not result in a political, economic, cultural, and intellectual black hole. The essays in the twentieth anniversary volume of Contemporary Austrian Studies argue that the small Austrian nation found its place in the global arena of the twentieth century and made a mark both on Europe and the world. Be it Freudian psychoanalysis, the "fin-de-siècle" Vienna culture of modernism, Austro-Marxist thought, or the Austrian School of Economics, Austrian hinkers and ideas were still wielding a notable impact on the world. Alongside these cultural and intellectual dimensions, Vienna remained the Austrian capital and reasserted its strong position in Central European and international business and finance. Innovative Austrian companies are operating all over the globe. This volume also examines how the globalizing world of the twentieth century has impacted Austrian demography, society, and political life. Austria's place in the contemporary world is increasingly determined by the forces of the European integration process. European Union membership brings about convergence and a regional orientation with ramifications for Austria's global role. Austria emerges in the essays of this volume as a highly globalized country with an economy, society, and political culture deeply grounded in Europe. The globalization of Austria, it appears, turns out to be in many instances an "Europeanization."

  • Wolfgang Schüssel was a dominating actor in the Austrian political arena over a period of twenty years. He served as minister of economics (1989-1995), and vice chancellor and foreign minister (1995-2000) in ÖVP/SPÖ grand coalition governments. As chairman of the ÖVP (1995-2007), he brought his conservative party out of the political wilderness of opposition and playing junior partner in coalitions with the SPÖ. He dominated Austrian politics as chancellor (2000-2007) in a small coalition with Jörg Haider's controversial aggressively nationalist FPÖ. Schüssel tried to domesticate the Freedomites by holding them on a tight leash in his coalition government. He needed the FPÖ to accomplish his neoliberal economic and social reform agenda, while at the same time the FPÖ undermined Schüssel's EU policies. The essays in this volume argue that Schüssel's political record and legacy are ambiguous. With a confrontational style of governance he unleashed big reforms such as trimming the hidebound pension system and giving more autonomy to higher education. In the process he undermined Austria's consensual social partnership. His record of supporting the European Union agenda is ambivalent. Austrian public opinion in support of the EU declined precipitously. He was a superb tactician and negotiator yet failed to achieve broad popular acceptance for his ambitious reforms. His imprint on Austrian history is so significant that many of the authors of the essays in this volume call it "the Schüssel era."

  • Der gegenwärtigen Medienlandschaft wird häufig eine Tendenz zur Offenlegung und Offenheit zugeschrieben. Social Network Sites lassen die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem verschwimmen, Plattformen wie WikiLeaks und OpenLeaks veröffentlichen geheimes Material, über Filesharing-Netzwerke und open-content-Lizenzen werden vormals proprietäre Inhalte offen zugänglich gemacht. Verflochten sind diese Entwicklungen mit auf den ersten Blick gegenläufigen Tendenzen der Eingrenzung, der Kontrolle und der Schließung. Kommunikation im Internet bindet sich immer mehr an die Vermittlung einzelner privatwirtschaftlicher Akteure wie Google oder Facebook, online wie offline ermöglichen neue Informations- und Kommunikationstechnologien immer umfassendere Formen der Überwachung, während die Weiterverwendung von Daten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Die Beiträge des vorliegenden Bandes befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten dieses komplexen Spannungsfeldes.

  • Das Tagebuch des Karl Außerhofer berichtet vom Kriegseinsatz im Gebirgskrieg des Ersten Weltkrieges im Pustertal sowie an der Südfront. Es zeigt die Eigen- sowie Feindwahrnehmung Außerhofers, gibt emotionale Einblicke in seinen Kriegsdienst und das Leben seiner Familie, die von Hoffnungen auf eine bessere Zukunft geprägt sind. Beschreibungen zu Landschaft, Wetter, Essen, Freizeit, zu Kleidung, Hygiene, Unterkunft, zu Krankheit, Tod und zur Religion runden den sehr persönlichen Bericht ab. Die Edition des Kriegstagebuches umfasst die buchstabengetreue Transkription des Originals, das sich in Privatbesitz befindet und in Kurrentschrift vorliegt, sowie eine erläuternde inhaltliche und sprachliche Erschließung des Textes.

  • Die Mehrdeutigkeit des Schlagwortes Raum zieht vielschichtige Interpretationen, Fragestellungen, Theorien und Analysemethoden für die Kategorie des Raumlichen nach sich. Diese Pluralitatder Deutungen und disziplinaren Zugange gilt in ahnlicher Weise für den Untersuchungsgegenstand Medien. Der vorliegende Sammelband biindelt Forschungsansatze aus so unterschiedlichen Disziplinen wie Medien- und Kommunikationswissenschaft, Bildungswissenschaft, Sprachwissenschaft, Ethnologie, Géographie und Architektur. Auf der einen Seite zeigen sich régionale Medienraume eng mit dem globalen Mediensystem verwoben. Auf der anderen Seite kann zwischen materiellen und immateriellen Raumen unterschieden werden. Wahrend einige Beitrage dieses reichhaltige Forschungsgebiet theoretisch abstecken, zeigen einige Beitrage mögliche Anknüpfungspunkte für die Praxis auf.

  • Bei der Klassifizierung von Adjektiven sind zahlreiche Varianten möglich. Eine grobe Einteilung in lexikalisch-semantischer Hinsicht ist die Unterscheidung von Qualitäts- und Relationsadjektiven. Sowohl im Deutschen als auch im Französischen und Russischen scheint diese Differenzierung eine gewisse Bedeutung zu haben, da zahlreiche Grammatiken auf sie hinweisen. Aufgrund sprachenspezifischer Unterschiede ist es bei der Analyse von Relationsadjektiven in verschiedenen Sprachen besonders interessant, sich jene alternativen Konstruktionen anzusehen, mit denen Relationsadjektive im Ausgangstext bei einer Übersetzung oder Verdolmetschung ersetzt werden. Der Fachbereich Politik eignet sich besonders für eine Analyse dieser Wortgruppe: Er produziert viel Material, das auch zugänglich ist, und beschäftigt sich mit sehr unterschiedlichen Bereichen wie Geschichte, Handel, Finanzwelt oder Wirtschaft, in denen es ständig zu Veränderungen kommt. Dies zwingt die Sprache, sich anzupassen und weiter zu entwickeln. Die Arbeit zeigt auf, dass es für Übersetzer/Dolmetscher durchaus von Vorteil ist, sich mit einem sprachlichen Detail auseinanderzusetzen. Wichtige Tendenzen und Gewohnheiten in den verschiedenen Sprachen treten zu Tage und können von großer Hilfe sein. Wissen in diesem Bereich kann dem in der Dolmetschsituation unter Zeitdruck stehenden Dolmetscher helfen, sich von der Konstruktion der Ausgangssprache zu lösen. Dem Übersetzer kann es durch solche Kenntnisse gelingen, eine noch authentischer klingende Übersetzung anzufertigen.

  • Europa - wenn es nur will! Die Europäische Union, seit 2007 weitgehend deckungsgleich mit ganz Europa, kann zum Modell für eine neue Weltordnung werden: eine politische Ordnung jenseits der Nationalismen, gestützt auf die zentralen Werte der Demokratie. Europa kann zum Eintrittsbillet in eine Zukunft werden, die durch Frieden und Nachhaltigkeit bestimmt wird. Europa kann - aber es muss nicht: zu sehr besitzen die Kräfte der alten Ordnung noch immer die Macht, diese reale Utopie von einem Europa als Vorboten von "global governance" zu verhindern. Acht Autoren - aus der Wissenschaft und aus der Praxis - untersuchen die Möglichkeiten und Grenzen einer neuen Gestaltung Europas und der Welt. Sie diskutieren das, was möglich, und das, was wünschenswert ist. Mit Beiträgen von Kurt Bayer, Herwig Büchele, Helmut Pech, Anton Pelinka, Josef Riegler, Heinrich Schneider, Dieter Senghaas und Wolfgang Wolte.

  • Der Sammelband widmet sich der kritischen Diskussion der Thesen von Mark Lilla und Heinrich Meier über die Rückkehr des Religiösen in die Politik, besonders im Blick auf den Islam. Systematisch werden die Konzeptionen Politische Theologie und Politische Philosophie hinsichtlich des Problems der Gewalt, wie es sich seit der Zeit der "Religionskriege" und besonders in unserer Gegenwart stellt, untersucht. Dabei geht es vor allem auch um die Prüfung der These, inwiefern sich die westliche Moderne tatsächlich von einer Ablösung der Politischen Theologie durch die Politische Philosophie kennzeichnen lässt, sowie um die noch grundsätzlichere Frage, ob eine Absage an Politische Theologien überhaupt möglich ist. Aus historischer Sicht wird die Frage diskutiert, wie sich die Konzeption der "Politischen Religionen" gegenüber der systematischen Unterscheidung von Politischer Theologie und Politischer Philosophie verhält: Wie lassen sich die Entstehung der totalitären politischen Religionen von Nationalsozialismus und Marxismus-Leninismus im Blick auf die These von der "Great Separation" verstehen?

  • Die in diesem Buch versammelten Beiträge untersuchen die Religionspolitik der wichtigsten öffentlich anerkannten Religionsgemeinschaften in Österreich (Katholische, Evangelische und Orthodoxe Kirche, Jüdische Gemeinde und Islamische Glaubensgemeinschaft) sowie deren zivilgesellschaftliches und öffentliches Engagement. Zentrales Anliegen der Beiträge ist es, den Begriff der public religions im österreichischen Kontext zu konkretisieren und damit einen theoretischen und empirischen Beitrag zur aktuellen politischen und wissenschaftlichen Debatte über Religion und Politik zu leisten. Die Aufsatzsammlung empfiehlt sich als Einführung für Studierende in gleichem Maße wie für ein interessiertes Fachpublikum.

  • In einem jahrzehntelangen Prozess hat sich das Europäische Parlament von einer beratenden Einrichtung zu einem Mitgestalter europäischer Politik entwickelt. Heute besitzt es sowohl innerhalb der Union als auch als globaler Akteur politisches Gewicht. Diese Erfolgsgeschichte wird von den europäischen Bürgerinnen und Bürgern nur beschränkt wahrgenommen, wie die geringe Beteiligung an den Wahlen zum Europäischen Parlament zeigt. Das vorliegende Buch beantwortet zentrale Fragen: Wie funktioniert diese demokratisch legitimierte Institution? Was bedeutet ihr Machtzuwachs konkret? Welche weiteren Entwicklungen können erwartet werden?

  • Die Geschichte der Veränderungen im Mölltal und in der Rauris stehen im Mittelpunkt des Buchs "Zwei Alpentäler im Klimawandel". Sie beginnt in der Vorvorvergangenheit, lange bevor der Mensch seinen Einfluss auf Klima und Landschaft geltend machen konnte, und endet in der Zukunft. Der Mensch hat die Mitregentschaft über Klima und Umwelt übernommen, er hat nun die Verantwortung zu tragen und vernünftige Maßnahmen zu setzen, damit das Klima nicht aus der Bahn gerät. Gleichzeitig hat er Vorkehrungen gegenüber etwaigen negativen Folgen einer Änderung zu treffen. Dazu ist es notwendig, Wechselwirkungen zwischen Klima, Landschaft und Wirtschaft umfassend zu verstehen und lokal- und regionalspezifische Herausforderungen zu erkennen.

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