innsbruck university press

  • In der vorliegenden Arbeit wird erstmals explizit die Österreichische Geschichte aus französischer Perspektive beleuchtet. Dabei skizziert der Autor zunächst die relevanten Richtungen der französischen Geschichtswissenschaften, um anschließend wichtige Personen (Maria Theresia und Joseph II.) bzw. Ereignisse (Schaffung des Kaisertums Österreich/Abschaffung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, Revolution von 1848 und Ausgleich Österreich-Ungarns) zu behandeln.

  • Die Situierung des Romans Der Prozess im französischen Buchhandel entbehrt nicht einer gewissen kafkaesken Note: Bis zum heutigen Tag sind fünf unterschiedliche Versionen von Kafkas vielleicht berühmtestem Werk in französischer Sprache erhältlich. Kafka in Frankreich - die Übersetzungen und die darauf folgenden Interpretationen bieten dem Leser nicht nur ein Spektrum der Geistesströmungen in Frankreich, sondern ermöglichen es ihm auch, Kafkas Werke unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten zu betrachten. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Prozess, dessen Genese, Verbreitung und der Rezeption der verschiedenen französischen Übersetzungen. Zunächst wird der Frage nachgegangen, aus welchen Gründen Neuübersetzungen angefertigt werden. Anschließend wird auf die Entstehung und Veröffentlichung des Werks sowie auf dessen Editionen eingegangen. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit verschiedenen Interpretationsansätzen und Deutungsperspektiven bezüglich Kafkas Werks im Allgemeinen und des Romans Der Prozess im Besonderen. Anschließend folgt eine Analyse der Rezeption und Wirkung von Kafkas Werken in Frankreich, es werden die fünf französischen Übersetzer des Romans mit ihren unterschiedlichen Übersetzungsansätzen beschrieben. Überlegungen zu Kafkas Sprache und Stil sowie ein Übersetzungsvergleich runden die Arbeit ab.

  • Le plaidoyer de Markus Ludescher pour la « vertu démocratique » du courage civil est basé sur des textes littéraires de différentes époques et provenances géographiques, qui abordent les contextes sociaux les plus divers, tels que la France sous l'Occupation, la France postcoloniale ou le Québec des années 90. Dans une première partie philosophique et théorique, l'auteur donne un panorama historico-culturel du concept de courage civil et développe des paramètres propres à sa définition ; cette définition est adaptée dans la deuxième partie aux approches littéraires. La dernière partie est didactique, elle aborde les textes littéraires sous l'angle de la réception et de l'enseignement : il s'agit de remettre en question, dans une perspective éthique, les situations et les comportements décrits dans les textes, pour les intégrer dans l'enseignement. Cette étude, qui a reçu deux prix, est, selon une experte, un « travail extraordinaire, dépassant de loin ce qu'on peut attendre d'un mémoire de maîtrise ».

  • Sprachpflege, Sprachnorm und Sprachpurismus... Begriffe wie diese verbinden wir unmittelbar mit dem Französischen, das von der Renaissance ausgehend in verschiedenen Etappen - zunächst durch Sprachausbau, später durch die präskriptive Definition des bon usage - zu einer homogenen und stabilen Nationalsprache gemacht wurde. Über die Jahrhunderte hinweg hat sich die "Verteidigung der Sprache" zu einer französischen Tradition entwickelt, die insbesondere heute über die Gemeinsprache hinaus auch auf die Fachsprachen Einfluss nimmt: Durch eine staatlich koordinierte Sprachpolitik sowie das Engagement zahlreicher privater Sprachpflegeorganisationen soll im Kampf gegen die von "Sprachfreunden" verlautbarte crise du français vor allem verhindert werden, dass unerwünschte Anglizismen über die Fachkommunikation Eingang ins Französische finden. Aufgrund der Relevanz dieses Themas für die Gegenwart analysiert das vorliegende Buch nun chronologisch vom Einsetzen erster sprachpflegerischer Bemühungen im 16. Jahrhundert bis hin zu den ministeriellen Terminologiekommissionen des 21. Jahrhunderts die wichtigsten Schlüsselmomente der Sprachpflege und Sprachnormierung in Frankreich am Beispiel der Fachsprachen.

  • Bei der Klassifizierung von Adjektiven sind zahlreiche Varianten möglich. Eine grobe Einteilung in lexikalisch-semantischer Hinsicht ist die Unterscheidung von Qualitäts- und Relationsadjektiven. Sowohl im Deutschen als auch im Französischen und Russischen scheint diese Differenzierung eine gewisse Bedeutung zu haben, da zahlreiche Grammatiken auf sie hinweisen. Aufgrund sprachenspezifischer Unterschiede ist es bei der Analyse von Relationsadjektiven in verschiedenen Sprachen besonders interessant, sich jene alternativen Konstruktionen anzusehen, mit denen Relationsadjektive im Ausgangstext bei einer Übersetzung oder Verdolmetschung ersetzt werden. Der Fachbereich Politik eignet sich besonders für eine Analyse dieser Wortgruppe: Er produziert viel Material, das auch zugänglich ist, und beschäftigt sich mit sehr unterschiedlichen Bereichen wie Geschichte, Handel, Finanzwelt oder Wirtschaft, in denen es ständig zu Veränderungen kommt. Dies zwingt die Sprache, sich anzupassen und weiter zu entwickeln. Die Arbeit zeigt auf, dass es für Übersetzer/Dolmetscher durchaus von Vorteil ist, sich mit einem sprachlichen Detail auseinanderzusetzen. Wichtige Tendenzen und Gewohnheiten in den verschiedenen Sprachen treten zu Tage und können von großer Hilfe sein. Wissen in diesem Bereich kann dem in der Dolmetschsituation unter Zeitdruck stehenden Dolmetscher helfen, sich von der Konstruktion der Ausgangssprache zu lösen. Dem Übersetzer kann es durch solche Kenntnisse gelingen, eine noch authentischer klingende Übersetzung anzufertigen.

  • Quand on apprend une langue étrangère, que parle-t-on ? La langue des apprenants ne correspond pas dès le début à la langue cible, mais elle est pleine de « fautes » partiellement « programmées » par l`interférence de la langue maternelle. C`est une véritable interlangue - une langue entre la langue cible et la langue maternelle. La recherche empirique linguistique sur l'interlangue est encore insuffisante, tout particulièrement dans le domaine du lexique. Le sujet de la présente étude est l`évolution de l'interlangue d`un élève autrichien germanophone pendant ses quatre années d'apprentissage scolaire du français langue étrangère. En analysant la totalité de sa production langagière française écrite pendant ces quatre années, on comprendra le développement de son interlangue au niveau du lexique : l`évolution de ses fautes lexicales (leur répétition, leur modification, leur disparition et leur persistance dans certains cas), mais aussi l`utilisation correcte du vocabulaire appris. L`analyse est complétée par un carnet de statistiques qui montre de façon impressionnante comment augmente d`année en année le contenu du lexique mental bilingue et comment évolue la relation entre le vocabulaire appris et le vocabulaire utilisé, de même que la relation entre le vocabulaire utilisé de manière correcte et celui utilisé de manière fautive. La méthodologie choisie d`une étude longitudinale permet de montrer la dimension dynamique de l`interlangue, tout cela dans un domaine crucial de l`apprentissage d`une langue étrangère - le lexique.

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